de-DEen-GB
Language
Search
Search ×

Holy Spirit Fire Ministries

Ikabod

Ikabod

 

Vor über 100 Jahren weissagte der Gründer der Heilsarmee, William Booth, mit folgenden Worten:

„Ich bin der Überzeugung, dass die größten Gefahren, die dem kommenden Jahrhundert bevorstehen, folgende sind: eine Religion ohne den Heiligen Geist, eine Christenheit ohne Christus, eine Vergebung ohne Buße, eine Erlösung ohne Wiedergeburt, eine Politik ohne Gott und ein Himmel ohne Hölle.“

Es kann passieren, dass sich der Heilige Geist entzieht und nicht mehr oder nur sehr begrenzt in unserer Mitte wirkt. Wenn sich die Herrlichkeit oder die Gegenwart des Heiligen Geistes entzieht, ist das ein sehr schlechtes Ereignis. Ich kann mir kaum etwas Schlimmeres vorstellen!

David erkannte diesen Zustand in seinem Bußpsalm

Psalm 51,

13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir.

Paulus mahnt uns im Neuen Testament im Kontext seiner Ausführungen über die Sünde:

Epheser 4,

30 Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung!

 

Teil 1

Ikabod

-der Heilige Geist, Gottes Segen und die Herrlichkeit Gottes

entzieht sich aus unseren Versammlungen

 

Jesus versprach in

Matthäus 18,

20 Denn wo zwei oder drei in meinem Name versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.

Jesus ist in unserer Mitte durch den Geist Jesu, den Heiligen Geist. Doch nicht jede ‚Christliche’ Versammlung geschieht im Namen Jesu. Im Namen Jesu zusammen zu sein bedeutet, dass man sich dem Namen Jesu unterordnet. Wir können den Heiligen Geist so betrüben, dass er nicht mehr wirkt oder sich sogar ganz aus unserer Mitte entzieht. Dann fehlt uns sein Segen.

Wir lesen in 1. Thessalonicher 5, (Neue Genfer Übersetzung),

19 Legt dem Wirken des Heiligen Geistes nichts in den Weg!

Das wird auch so übersetzt: Den Geist dämpft nicht / löscht nicht aus!

Wenn wir das Feuer des Heiligen Geistes durch unsere Sünde löschen, oder wenn das Feuer ausgeht, weil unser Öl ausgegangen ist (zum Thema Öl, siehe die Besprechung über die Zehn Jungfrauen, Teil 3, unten), kann der Punkt kommen, wo sich der Heilige Geist von unseren Versammlungen und Gottesdiensten entzieht und wir alleine dastehen. Wenn der Segen ausbleibt, helfen uns auch unsere religiösen Bräuche und Traditionen nicht mehr, auch wenn sie biblisch fundiert sind. Unser Heil haben wir nicht unbedingt verloren. Aber den Segen seiner Gegenwart haben wir verloren. Seinen Segen auf unserer Versammlung haben wir verloren. Da kann es sogar sein, dass Gott unsere Gebete nicht mehr erhört. Es gibt viele Bibelstellen, die davon reden, dass, wenn wir Gott nicht gehorchen, unsere Gebete nicht erhört werden. Z.B. sagt Jesus im Kontext des Gebets in

Markus 11,

26 Wenn ihr aber nicht vergebt, so wird auch euer Vater im Himmel eure Verfehlungen nicht vergeben

Ist uns bewusst, in welchem Zustand wir sind, wenn Gott uns unsere Verfehlungen nicht vergibt?

Wenn uns der Segen verloren geht, dann wird der Glaube an Jesus Christus reduziert auf tote Bräuche, Regeln und Traditionen. Mit dem Heiligen Gott, der Wunder tut, wird nicht mehr gerechnet. Der Mensch gestaltet seine Religion so wie es ihm gefällt. Der Heilige Geist wird vielleicht noch als dritte Person der Trinität im Glaubensbekenntnis bekannt, aber mit seinem übernatürlichen Wirken wird schon lange nicht mehr gerechnet. Das Wirken des Heiligen Geistes wird oft nicht gewollt, weil es die menschlich gestaltete Ordnung stören könnte. Oder man fürchtet, dass sein Wirken auf Unverständnis stoßen oder Ärgernis erregen könnte, wenn es anders ist, als wir es uns vorstellen. Noch schlimmer ist es für uns Deutsche, die Kontrolle im Gottesdienst zu verlieren. Wir haben oft Angst vor dem was wir nicht kontrollieren können, und verbieten lieber das freie Wirken des Heiligen Geistes.

1 Mose 6,

Da sprach der Herr: Mein Geist soll nicht für immer mit dem Menschen rechten, denn er ist ja Fleisch

1.Mose 6,

Da sprach der HERR: Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen; denn sie sind Fleisch. (Luther Bibel 1545)

Der Zustand, der dann folgt, wird mit Ikabod beschrieben: Die Herrlichkeit ist gewichen!

1 Samuel 4,

21 Und sie nannte den Knaben Ikabod und sprach: Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen!... 22 Und sie sprach wiederum: Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen...

Das hebräische Wort Ikabod bedeutet: „keine Herrlichkeit mehr“.

Exkurs. Es ist wichtig zu verstehen, wie wichtig der Segen Gottes in unseren Versammlungen, Gottesdiensten und im eigenen Leben ist. Wie sehr wir die Herrlichkeit Gottes, oder den Segen Gottes brauchen, und wie abhängig wir vom Segen Gottes sind, erklärt der bekannte chinesische Theologe Watchman Nee.

„Aller Dienst hängt vom Segen Gottes ab. Wir mögen sehr gewissenhaft und sehr fleißig darin sein, wie wir an seine Macht glauben und beten, dass sie offenbar wird, aber wenn der Segen Gottes fehlt, nützt all unsere Gewissenhaftigkeit, unser Fleiß, unser Glaube und unser Gebet nichts. Andererseits werden wir, obgleich wir Fehler machen und die Situation, vor der wir stehen, hoffnungslos ist, auch Frucht erleben, wenn wir den Segen Gottes haben.

Da ist das Wunder von den Broten und den Fischen. Dabei ging es nicht um die Menge, sondern um den Segen, der darauf lag. Früher oder später werden wir feststellen, dass nicht die Größe unseres Reichtums oder die Vielzahl unserer Gaben zählt. Was zählt, ist allein der Segen des Herrn, der alle Bedürfnisse des Menschen befriedigt. Eines Tages wird es sich zeigen, wie wesenlos unsere Wendigkeit, unsere Macht, unsere Plackerei, unsere Treue ist. Die größte Enttäuschung der kommenden Tage wird in der Erkenntnis bestehen, daß wir absolute Versager sind.

Was wir hier zu lernen haben, lernt sich nicht leicht. Die Hoffnung so Vieler konzentriert sich ja nicht auf den Segen des Herrn, sondern auf die paar Brote in ihrer Hand. Es ist so kümmerlich wenig, was wir in der Hand haben, aber für uns zählt es! Und je mehr wir damit rechnen, umso schwerer wird es uns. Meine Brüder und Schwestern, Wunder kommen vom Segen des Herrn. Wo dieser Segen über den Broten liegt, werden sie vermehrt. Wenn der Segen darauf ruht, werden Tausende satt. Wo der Segen fehlt, genügen auch keine zweihundert Denare, um die Menschen zu sättigen. Wenn wir das bedenken, hören wir auf zu fragen: Wieviel Brote haben wir? Dann hören wir auf zu manipulieren und auf Auswege zu sinnen. Wir verlassen uns nicht mehr auf uns selbst und brauchen nicht mehr zu stottern. Wir sollen es gelernt haben, auf den Segen Gottes zu vertrauen und darauf zu warten. Und dann werden wir es erleben, dass trotz unserer Stümpereien alles gut wird. Ein klein bisschen Segen kann uns aus großen Nöten heraushelfen.

Was ist Segen? Es ist Gottes Handeln dort, wo du nicht damit rechnest. Ein Beispiel: Du willst für eine Mark etwas kaufen, was eine Mark wert ist. Aber wenn Gott dir dann etwas für zehntausend Mark gibt, noch bevor du eine Mark ausgegeben hast, dann hast du keinerlei Grundlage für deine Berechnungen. Wenn fünf Brote fünftausend Menschen sättigen, und noch zwölf Körbe Brocken übrigbleiben, dann ist das Segen. Wenn die Frucht deines Dienstes in keinem Verhältnis zu deinen Gaben steht, dann ist das Segen. Oder noch deutlicher: Wenn du an all das denkst, das du falsch gemacht hast und mit keiner Frucht mehr rechnest und du dann doch Frucht siehst, dann ist das Segen. Viele von uns erwarten nur solche Ergebnisse, die unseren eigenen Voraussetzungen entsprechen. Aber Segen ist Frucht, die mit dem, was wir sind, gar nichts zu tun hat. Hier hat das Gesetz von Ursache und Wirkung keine Geltung. Dieses Gesetz würde Gott an unsere Voraussetzungen binden. Wenn wir uns aber an den Segen des Herrn binden, werden Dinge geschehen, die über unser Fassungsvermögen und selbst über unsere Träume hinausgehen.

Ein Leben des Segens, schloss Watchman, sollte das normale Leben des Christen sein, und unsere normale Arbeit die, die auf dem Segen Gottes ruht.“

(Watchman Nee, Biographie: Angus Kinnear, Ein Leben gegen den Strom, R. Brockhaus 1974, Seite 149-151.)

Wenn wir begreifen, was Watchman Nee sagt, dann wird in unseren Versammlungen und in unserem Leben dieser Segen und der Geber des Segens das allerwichtigste sein, weil unser menschliches Können daneben absolut erbärmlich ist. Dieser Segen geht uns verloren, wenn wir dem Heiligen Geist in unseren Werken und Versammlungen keinen Platz schaffen, wenn wir ihn betrüben und sein Wirken gar löschen. Dann ist unser Name Ikabod – und unser Zustand zeigt: Die Herrlichkeit ist gewichen!

Ikabod!

Der arme Knabe Ikabod wurde in eine düstere Welt geboren. Gottes Herrlichkeit, die Gegenwart Gottes, der Segen, den der Heilige Geist bringt, war vom Volk gewichen. Er hatte zwar ein geistliches Erbe, einen verstorbenen Vater und Großvater, die zumindest nach außen Gott als Priester gedient hatten und die göttliche Berufung seines Volkes Israel. Sein Großvater Eli hatte die warnende Stimme Gottes gehört, aber leider hat es nicht zur seiner Umkehr geführt. Seine Söhne Hophni und Pinehas und ihre Generation von Priestern verkündigten die reinen Worte Gottes nicht mehr, erst recht nicht die Furcht Gottes!

Zweimal sprach Gott mit Eli über die Missstände. Gott ließ Eli blind werden, aber Eli tat nichts um zu verhindern, dass die Herrlichkeit Gottes Israel verließ, er vermittelte nicht einmal die Furcht Gottes an seine Söhne, die beide Priester waren und auch nicht an das Volk. Vielleicht hatte Eli selbst die Sache mit der Furcht Gottes nicht mehr so ernst genommen, oder er hatte resigniert; sonst hätte er sicherlich stärker, zumindest mit seinen Söhnen, gerungen. Oder vielleicht wollte er das Volk nicht verunsichern mit dem Gerede über den Zorn Gottes?

Seine Söhne machten aus ihrer heiligen Berufung ein Gewerbe und taten nur noch das, was sie und das Volk für ihren Eigennutz gut hielten. Eli zog Vorteile aus diesem sündigen Verhalten, er wurde dabei fett! Sein Körperfett wurde ihm aber zum Verhängnis, am Ende braches ihm das Genick.

Gottes Maßstäbe und Heiligkeit waren für sie nicht mehr zeitgemäß, weil sie die Angst vor Gottes Gericht verloren hatten, trotz zweier Warnungen.

1. Samuel 1, 27 Es kam aber ein Mann Gottes zu Eli und sprach zu ihm: So spricht der Herr: ...29 Warum tretet ihr denn meine Schlachtopfer und Speisopfer, die ich für meine Wohnung angeordnet habe, mit Füßen? Und du ehrst deine Söhne mehr als mich, sodass ihr euch mästet von den Erstlingen aller Speisopfer meines Volkes Israel!... 33 Der Mann aber, den ich dir nicht von meinem Altar vertilge, wird dazu beitragen, dass deine Augen verlöschen und deine Seele verschmachtet; und der ganze Nachwuchs deines Hauses soll im Mannesalter sterben! 34 Und das soll dir ein Zeichen sein, das über deine beiden Söhne Hophni und Pinehas kommen wird: an einem Tag werden sie beide sterben!

In Kapitel 3 lesen wir erneut vom kommenden Gericht, welches wegen dieser sündigen Missstände kommen würde: 11 Und der Herr sprach zu Samuel: Siehe, ich will eine Sache in Israel tun, dass jedem, der es hören wird, beide Ohren gellen werden. 12 An jenem Tag will ich an Eli alles in Erfüllung gehen lassen, was ich gegen sein Haus geredet habe; ich will es anfangen und vollenden! 13 Denn ich habe ihm gesagt, dass ich sein Haus auf ewig richten werde wegen der Sünde, von der er wusste; weil seine Söhne sich den Fluch zugezogen haben, und er hat ihnen nicht gewehrt. 14 Und darum habe ich dem Haus Elis geschworen, dass die Schuld des Hauses Elis ewiglich nicht gesühnt werden soll, weder durch Schlachtopfer noch durch Speisopfer!

Der Dienst des Eli erinnert mich an 2. Timotheus 4,

Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden.

Da Gottes Gnade so großzügig ist, ging es für einige Zeit gut. Es schien, als ob Gottes Gericht ferne sei und er die Sünde dulden würde. Das Leben ging ungestört weiter, bis sich das Maß erfüllt hatte. Dann kam der Krieg und das Volk schrie um Hilfe, aber es kam keine Hilfe. Das Volk war so weit abgefallen, dass es - ebenso wenig wie die Priester - die Notwendigkeit für Buße und Umkehr nicht mehr erkannte. Sie hatten vergessen, was es heißt Gott zu fürchten, ihn zu befragen und sein Angesicht zu suchen. Es genügte nicht, dass Ikabod, sein Vater und seine Mutter Teil des auserwählten Volkes Gottes waren; auch die Bundeslade in ihrer Mitte zu haben, genügte nicht, um sie zu retten. Die Herrlichkeit Gottes, die Gegenwart Gottes, der Segen Gottes, war gewichen!

Die Bibel berichtet es folgendermaßen:

1. Samuel 4,

1 Und das Wort Samuels erging an ganz Israel. Und Israel zog aus in den Kampf, den Philistern entgegen, und lagerte sich bei Eben-Eser; die Philister aber hatten sich bei Aphek gelagert. Und die Philister stellten sich in Schlachtordnung auf gegen Israel. Als aber der Kampf sich ausbreitete, wurde Israel von den Philistern geschlagen; und sie erschlugen aus den Schlachtreihen im Feld etwa 4 000 Mann. Und als das Volk ins Lager zurückkam, da sprachen die Ältesten von Israel: Warum hat uns der Herr heute vor den Philistern geschlagen? Lasst uns die Bundeslade des Herrn von Silo zu uns herholen, so wird Er in unsere Mitte kommen und uns aus der Hand unserer Feinde retten! Und das Volk sandte nach Silo und ließ die Bundeslade des Herrn der Heerscharen, der über den Cherubim thront, von dort holen. Und die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinehas, waren dort bei der Bundeslade Gottes. Und es geschah, als die Bundeslade des Herrn in das Lager kam, da jauchzte ganz Israel mit großem Jauchzen, sodass die Erde erbebte. Als aber die Philister den Schall dieses Jauchzens hörten, sprachen sie: Was bedeutet der Schall eines so großen Jauchzens im Lager der Hebräer? Und sie erfuhren, dass die Lade des Herrn in das Lager gekommen war. Da fürchteten sich die Philister, denn sie sprachen: Gott ist in das Lager gekommen! Und sie sprachen: Wehe uns! Denn so etwas ist bisher noch nie geschehen! Wehe uns! Wer wird uns von der Hand dieser mächtigen Götter erretten? Das sind die Götter, welche die Ägypter in der Wüste mit allerlei Plagen schlugen! So seid nun tapfer und erweist euch als Männer, ihr Philister, damit ihr den Hebräern nicht dienen müsst, wie sie euch gedient haben. Seid Männer und kämpft! 10 Da kämpften die Philister, und Israel wurde geschlagen, und jeder floh in sein Zelt; und die Niederlage war sehr groß, da aus Israel 30 000 Mann Fußvolk fielen. 11 Und die Lade Gottes wurde weggenommen, und die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinehas, kamen um. 12 Da lief ein Benjaminiter aus den Schlachtreihen weg und kam am selben Tag nach Silo; seine Kleider waren zerrissen, und Erde war auf sein Haupt gestreut. 13 Und als er hineinkam, siehe, da saß Eli auf dem Stuhl an der Seite des Weges und hielt Ausschau; denn sein Herz bangte um die Lade Gottes. Als nun der Mann in die Stadt kam und Bericht brachte, da schrie die ganze Stadt auf. 14 Und als Eli das laute Geschrei hörte, fragte er: Was ist das für ein Lärm? Da kam der Mann schnell und berichtete es Eli. 15 Eli aber war 98 Jahre alt, und seine Augen waren starr, sodass er nicht [mehr] sehen konnte. 16 Aber der Mann sprach zu Eli: Ich komme vom Schlachtfeld; ich bin heute vom Schlachtfeld geflohen! Er aber sprach: Wie steht die Sache, mein Sohn? 17 Da antwortete der Bote und sprach: Israel ist vor den Philistern geflohen, und das Volk hat eine große Niederlage erlitten, und auch deine beiden Söhne, Hophni und Pinehas, sind tot; und die Lade Gottes ist weggenommen! 18 Als er aber die Lade Gottes erwähnte, da fiel [Eli] rückwärts vom Stuhl neben dem Tor und brach das Genick und starb; denn er war alt und ein schwerer Mann. Er hatte aber Israel 40 Jahre lang gerichtet. 19 Aber seine Schwiegertochter, die Frau des Pinehas, stand vor der Geburt. Als sie nun das Geschrei hörte, dass die Lade Gottes weggenommen und ihr Schwiegervater und ihr Mann tot seien, da sank sie nieder und gebar; denn es überfielen sie ihre Wehen. 20 Als sie aber im Sterben lag, sprachen die Frauen, die neben ihr standen: Fürchte dich nicht, du hast einen Sohn geboren! Aber sie antwortete nichts und beachtete es nicht. 21 Und sie nannte den Knaben Ikabod] und sprach: Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen!, weil die Lade Gottes weggenommen worden war, und wegen ihres Schwiegervaters und ihres Mannes. 22 Und sie sprach wiederum: Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen, denn die Lade Gottes ist weggenommen!

Das Volk Israel fragte seinen Gott nicht, warum es die erste Schlacht nicht gewonnen hatte. Es erkundigte sich nicht in Demut, was der Herr von ihm wollte. Stattdessen trug es die Bundeslade in seiner Mitte, in der Hoffnung, dass dieses äußere Bild des Bundes mit Gott und das Zeichen seiner Gegenwart in Israel, Gott selbst dazu bewegen würde, für es zu kämpfen.

Und es geschah, als die Bundeslade des Herrn in das Lager kam, da jauchzte ganz Israel mit großem Jauchzen, sodass die Erde erbebte.

Sie jauchzten so laut, sagt die Bibel, dass die Erde erbebte. Das hat sogar den Philistern Angst eingejagt. Nach außen war viel Leben bei ihnen. Aber trotz der großen Lautstärke und des Bebens der Erde, war ihre Religion tot und leer. Wie ein glänzender Apfel, der von innen fault und von Würmern durchbohrt ist. Sie übten ihre Religion aus wie die heidnischen Nachbarvölker es auch taten; sie maßen einem von Menschenhand gefertigten Gegenstand magische Kräfte zu. Sie machten aus der Bundeslade ein ‚Heiliges Relikt’ und einen Götzen. So geschieht es im Christentum auch heute noch.

Ich habe großen Respekt vor der Bundeslade. In der Bibel lesen wir, wie wichtig die Bundeslade ist und welch ein Segen mit ihr verbunden war. Aber half dieser religiöse Eifer und diese Art Glaube des Volkes? Nein! Warum? Das Volk hatte den äußeren Schein von Gottesfurcht, indem sie nach außen der Religion und sogar Gott die Ehre gaben und ihre Hoffnung in die Gegenstände und Bräuche ihrer Religion setzten. Gott befragen und sein Angesicht suchen konnten sie aber nicht mehr. Ihr Leben leugnete die Kraft einer Beziehung zu Gott. Die Herrlichkeit war aus Israel gewichen. Trotz ihres religiösen Eifers hatten die Priester und das Volk diese Tragödie noch nicht einmal erkannt. Das Allerwichtigste blieb aus! Die Schrift berichtet, 13 ..., siehe, da saß Eli auf dem Stuhl an der Seite des Weges und hielt Ausschau; denn sein Herz bangte um die Lade Gottes. Eli bangte um den Verlust oder die Beschädigung der Bundeslade. Er bangte nicht darum, dass Gott seinen Heiligen Geist entziehen würde, oder dass das Volk in Sünde lebte, oder dass Gottes Gebote nicht eingehalten wurden. Er bangte um die Bundeslade! Er hatte nicht begriffen, dass es um viel wichtigere Dinge ging. Wie schon gesagt, die Bundeslade war ein von Gott eingeführter heiliger Gegenstand. Eli und das Volk setzten ihr Vertrauen in die Bundeslade, statt Gottes Gebote zu halten. Die Form und die Relikte waren wichtiger als Gottes Stimme zu hören, ihn zu befragen und Ihn zu gehorchen.

Ein anderes Zeitalter. Wieder verließ die Herrlichkeit Gottes sein Volk. Wie die Herrlichkeit Jerusalem verließ lesen wir in

Hesekiel 10,

Da erhob sich die Herrlichkeit des Herrn von dem Cherub zur Schwelle des Hauses hin, und der Tempel wurde von der Wolke erfüllt, und der Vorhof war voll vom Glanz der Herrlichkeit des Herrn. 18 Und die Herrlichkeit des Herrn ging von der Schwelle des Tempels hinweg

Hesekiel 11,

23 Und die Herrlichkeit des Herrn stieg auf, mitten aus der Stadt, und blieb stehen auf dem Berg, der östlich von der Stadt liegt.*

*Anmerkung: Ist es nicht interessant, daß sich die Herrlichkeit Gottes, die Schechina, aus Jerusalem auf den Berg im Osten zurückzog, als das Volk sie durch seinen Götzendienst verworfen hatte? Der Berg im Osten ist der Ölberg, von dem Jesus (Johannes: "Wir sahen seine Herrlichkeit") nach seiner Verwerfung zum Vater auffuhr.

Wieder war da mangelnde Gottesfurcht, tote religiöse Praktiken und Sünde, für die trotz wiederholter Warnung nicht Buße getan wurde. Es kam nicht zur Umkehr. Das führte dazu, dass Gott sich aus der Mitte seines Volkes zurückzog.

In Kapitel 9 berichtet Hesekiel

Die Sünde des Hauses Israel und Juda ist überaus groß! Das Land ist voll Blut und die Stadt voll Unrecht; denn sie sagen: »Der Herr hat das Land verlassen!« und »Der Herr sieht es nicht!«

»Der Herr hat das Land verlassen!« und »Der Herr sieht es nicht!« Gestern wie heute benutzen Menschen ähnliche Worte, um ihre leeren Bräuche und Sünden zu rechtfertigen.

Die Herrlichkeit Gottes, die Gegenwart und das Wirken des Heiligen Geistes, haben wir Menschen mit menschlichen Programmen und Traditionen ersetzt. Wir haben das Wahre mit einem billigen und wertlosen Imitat ersetzt, weil wir mit dem Heiligen Geist und seinem lebendigen Wasser nicht mehr rechnen. Unser Gottesdienst muss bis ins letzte Detail nach Plan ablaufen. Freiraum für Gottes Wirken und für den Heiligen Geist gibt es nicht. Christliche Leiter planen und wirken in eigener Kraft und Weisheit. Sie halten sich für weise, sind aber zu Narren geworden, da Gott schon lange nicht mehr sein Wort in ihrem Dienst mit Zeichen bestätigt. Es ist wie bei den Galatern, die in der wunderwirkenden Kraft des Heiligen Geistes angefangen haben und nun in der Kraft des eigenen Fleisches vollenden wollen, da sie im Alltag nicht mehr mit dem lebendigen Wasser rechnen. Sie sind so daran gewöhnt das kraftlose Christentum zu praktizieren, dass sie es als das Normale ansehen und nichts Übernatürliches von ihrem Gott erwarten.

Römer 1,

22 Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden 23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht. 24 Darum hat sie Gott auch dahingegeben in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit, sodass sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren,

Vielleicht sind es nicht Götzen, wie man sie in Asien oder Afrika oft sieht - in Europa werden ganz andere Götzen verehrt. Der vergängliche Mensch und sein Körper werden zum Götzen. Seine Rechte, Freiheit, Gefühle usw. dürfen nicht angetastet werden.

Wo biblische Maßstäbe diesen zum Götzen gewordenen Werten entgegenstehen, werden die biblischen Maßstäbe gestrichen. Der Mensch mit seinen Idealen hat Vorfahrt vor den Maßgaben der Bibel, denn er ist Gott geworden.

Gott hat uns beauftragt die Natur zu bewahren, sie zu schützen usw., aber nicht aus ihr einen Götzen zu machen.

Hier werden menschliche Werte mit der unvergänglichen Herrlichkeit Gottes vertauscht. Menschen die einst im Heiligen Geist wirkten, versuchen jetzt in menschlicher Kraft und mit menschlichen Können die christliche Religion voranzutreiben, genauso wie es auch die Galater einst versuchten.

Galater 3,

1 O ihr unverständigen Galater, wer hat euch verzaubert, dass ihr der Wahrheit nicht gehorcht, euch, denen Jesus Christus als unter euch gekreuzigt vor die Augen gemalt worden ist. 2 Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist durch Werke des Gesetzes empfangen oder durch die Verkündigung vom Glauben? 3 Seid ihr so unverständig? Im Geist habt ihr angefangen und wollt es nun im Fleisch vollenden? 4 So viel habt ihr umsonst erlitten? Wenn es wirklich umsonst ist!

Jeremia hat es begriffen! Er beschreibt den schrecklichen Zustand derer, die eine menschlich geschaffene Religion haben, aber das lebendige Wasser verwerfen. Menschen, die nicht erfüllt vom Heiligen Geist handeln und die nicht in der Kraft des Geistes Gottes wirken. Menschen, die sich stattdessen mit ihren Versammlungen und Festen eine Religion basteln, die die Herrlichkeit Gottes und seinen Segen nicht braucht – ja, sie vermissen die Herrlichkeit und den Segen Gottes noch nicht einmal. Das biblische Evangelium wird durch Entertainment und viele coole Sachen ersetzt, die das wahre Evangelium so weichkochen, dass es kaum noch als christlich erkennbar ist. Vielleicht hat diese Religion noch die Bundeslade, die laut gefeiert werden kann, mit erderbebendem Jubel. Vielleicht sind die christlichen Symbole und Sakramente noch in ihrer Mitte, aber die Herrlichkeit, der Segen, die Kraft, das lebendige Wasser, ist längst gewichen. Je weniger lebendiges Wasser, je weniger Heiliger Geist und je weniger Segen Gottes vorhanden ist, umso viel mehr braucht es menschliches Tun, um die Show in Gang zu halten. Diese religiösen Menschen tun was sie für richtig halten, was sie und das Volk oder die Mehrheit als die Norm, für Normalität, für richtig hält, wie Eli und seine Söhne, statt nach Gottes bewährten Pfaden der Vorzeit zu fragen und darin zu wandeln.

Jeremia 6,

16 So spricht der Herr: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, welches der gute Weg ist, und wandelt darauf, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Sie aber sprechen: »Wir wollen nicht darauf wandeln!«

Jeremia beschreibt den traurigen Zustand von Menschen, die in ihrer eigenen Kraft und Weisheit versuchen Gott zu dienen in

Jeremia 2,

Die Priester fragten nicht: Wo ist der Herr? Und die mit dem Gesetz umgingen, erkannten mich nicht; die Hirten fielen von mir ab, und die Propheten weissagten durch Baal und liefen denen nach, die nicht helfen können. Darum will ich weiter mit euch rechten, spricht der Herr, und auch mit euren Kindeskindern will ich rechten! 10 Fahrt doch hinüber zu den Inseln der Kittäer und schaut, und sendet nach Kedar und erkundigt euch genau und seht, ob es dort so zugeht! 11 Hat je ein Heidenvolk die Götter gewechselt, die doch nicht einmal Götter sind? Aber mein Volk hat seine Herrlichkeit vertauscht gegen das, was nicht hilft! 12 Entsetzt euch darüber, ihr Himmel, und schaudert, werdet schreckensstarr!, spricht der Herr. 13 Denn mein Volk hat eine zweifache Sünde begangen: Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen zu graben, löchrige Zisternen, die kein Wasser halten!

Fragen unsere geistlichen Leiter noch – fragen wir selbst noch -: wo ist der Herr?

Oder machen wir einfach mit unseren Traditionen und Bräuchen weiter, auch wenn der Heilige Geist nicht mehr in unserer Mitte wirkt?

Jeremia 2,

Die Priester fragten nicht: Wo ist der Herr? Und die mit dem Gesetz umgingen, erkannten mich nicht; die Hirten fielen von mir ab, und die Propheten weissagten durch Baal und liefen denen nach, die nicht helfen können.

Was für eine traurige Situation! Aber auch für Europäer kein fremder Zustand. Wird in unseren Gemeinden und christlichen Werken wirklich ernsthaft gefragt: Wo ist der Herr? Was ist sein Weg und sein Wille? Haben wir Angst, dass, wenn wir so fragen, Gott nicht antwortet? Ist es uns dann lieber, erst gar nicht den Herrn zu suchen, so dass wir auch nicht enttäuscht werden?

Und die mit dem Gesetz umgingen, erkannten mich nicht;

Wenn Jesus heute auf unseren Straßen, Dörfern und in unseren Städten über die Hölle predigen, böse Geister austreiben, und Wunderheilungen wirken würde, wie es von ihm in den Evangelien steht, würden wir uns dann verhalten wie die religiösen Leiter zur Zeit Jesu auf Erden? Würden wir uns dann wie die Sadduzäer und Pharisäer dringend versammeln, um zu beraten wie wir Jesus mundtot machen könnten?

Jeremia 2,

8 …liefen denen nach, die nicht helfen können.

Der Blinde leitet den Blinden. Wer nicht die Kraft und die Gaben des Heiligen Geistes hat, weil er behauptet, er brauche sie nicht, kann Menschen auch nicht auf übernatürliche Weise helfen.

Was ist mit Menschen, die diese negative Einstellung nicht haben – aber doch nicht das Wirken des Heiligen Geist erleben? Sie sollten ernsthaft den Herrn diesbezüglich suchen. (Siehe was ich in diesem Buch schreibe am Ende des Textes zur Gabe der Weissagung)

Was Jesus über die religiösen Leiter seiner Zeit zu sagen hatte, kann man u.a. in Matthäus 23 lesen. Ich werde es hier nicht zitieren.

Aber mein Volk hat seine Herrlichkeit vertauscht gegen das, was nicht hilft! 12 Entsetzt euch darüber, ihr Himmel, und schaudert, werdet schreckensstarr!, spricht der Herr. 13 Denn mein Volk hat eine zweifache Sünde begangen: Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen zu graben, löchrige Zisternen, die kein Wasser halten!

Mögen wir unseren Zustand erkennen und möge unser Empfinden dazu so sein, wie Jeremia es beschreibt:

12 Entsetzt euch darüber, ihr Himmel, und schaudert, werdet schreckensstarr!, spricht der Herr.

Lasst uns verstehen und erkennen, was die Herrlichkeit Gottes vertreibt, was den Heiligen Geist betrübt und sein Wirken behindert, was den Segen raubt. Lasst uns verstehen, dass unser religiöses Tun wenig Wert hat und lasst uns begreifen, was in Sacharja 4 geschrieben steht:

6 Das ist das Wort des Herrn…: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist!, spricht der Herr der Heerscharen.

Wenn wir bewusst in unseren sündigen Wegen verharren und uns nicht demütigen vor unserem Gott, dann wird geschehen wie es in

Sacharja 7,12 steht,

Und sie machten ihre Herzen so hart wie Diamant und wollten das Gesetz nicht hören, noch die Worte, die der Herr der Heerscharen durch seinen Geist, durch die früheren Propheten gesandt hatte. Daher kam ein großes Zorngericht vonseiten des Herrn der Heerscharen über sie.

Das erinnert mich an 2. Timotheus 3,5

(Luther Bibel 1545)

... die da haben den Schein eines gottseligen Wesens, aber seine Kraft verleugnen sie; und solche meide.

(Schlachter2000)

...dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab!

(Hoffnung für Alle)

Nach außen tun sie zwar fromm, aber von der Kraft des wirklichen Glaubens wissen sie nichts. Hüte dich vor solchen Menschen!

Du fragst vielleicht, mit wem dürfte man da überhaupt noch Kontakt haben?

Antwort. Mit all denen, die Gott in unser Leben einordnet; ob total gottlos in offener Sünde lebend, oder die, die scheinheilig fromm sind.  Menschen, die die Kraft des Heiligen Geistes und sein Wirken bewusst ablehnen und auch noch fromm begründen, sollten wir auf Distanz halten. Die Hoffnung für alle sagt: „Hüte dich vor solchen Menschen!“ - „Wende dich ab“ - damit du nicht auch von ihrem religiösen Geist gefesselt und geistlich tot wirst. Sie können äußerlich fromm sein, aber sie haben kein Leben mehr in sich. Sie heißen Ikabod.

Es ist möglich, unsere Versammlungen fromm zu gestalten, unsere Veranstaltungen nach den im deutschen Sprachraum akzeptierten christlichen Normen, Sitten und Gewohnheiten zu organisieren. Trotzdem aber bleiben unsere Versammlungen kraftlos. Ein Gottesdienst voll Heiligen Geistes ist für viele Christen eher ein realitätsferner Begriff, der wenig mit ihrem täglichen Leben zu tun hat, oder mit dem sie wenig anfangen können.

Vielen Christen ist es nicht einmal bewusst, wenn der Heilige Geist nicht mehr in ihrem Leben, in ihren Versammlungen und christlichen Werken gegenwärtig ist. So war es auch mit Simson. Immer und immer wieder gab der Heilige Geist ihm übernatürliche Kraft über seine Feinde. Simson aber spielte ein gefährliches Spiel mit der Sünde. Er ließ sich von Delila verführen und merkte nicht, bis es zu spät war, dass Gott ihn verlassen hatte.

Richter 16,

20 Da sprach sie zu ihm: Philister über dir, Simson! Als er nun von seinem Schlaf erwachte, dachte er: Ich komme davon wie immer und brauche mich nur freizuschütteln! Er wusste aber nicht, dass der Herr von ihm gewichen war.21 Aber die Philister nahmen ihn fest und stachen ihm die Augen aus; und sie führten ihn nach Gaza hinab und banden ihn mit zwei ehernen Ketten; und er musste im Gefängnis die Mühle drehen.

Er wusste aber nicht, dass der Herr von ihm gewichen war. Ich kann mir nichts Schlimmeres vorstellen, als das der Herr ausmeinem Leben weicht. Hab Erbarmen mit uns oh Herr! Was für ein trauriges Ende für einen Mann Gottes, der die Kraft Gottes immer wieder erfahren hatte!

 

Teil 2

Ikabod

                                                                                     Gehorsam, Sünde, Sünde gegen den Heiligen Geist und die Furcht Gottes

 

Sind wir als Christen Kinder Gottes? Selbstverständlich! Genauso selbstverständlich ist es zu erwarten vom Heiligen Geist geführt und geleitet zu werden.

Römer 8

14 Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.

 

Wenn wir unser Leben Jesus übergeben haben, haben wir das Selbstbestimmungsrecht abgegeben, und fügen uns der Leitung des Heiligen Geistes und der Autorität der Bibel! Wenn er Herr ist, folgen wir ihm, wohin auch immer wir von ihm geleitet werden. Wir lassen uns auf ein Abenteuer fürs Leben ein, wo wir vertrauen, dass er uns den rechten Weg führt.

1 Korinther 6,

19Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!

Wenn wir Jesus gehören, gehören wir unserem Gott. Er ist es, der dann bestimmt, wo es langgeht. Er hat in der Bibel festgelegt, welcher Moral wir zu folgen haben und was Sünde ist und was nicht. Wir haben zu gehorchen! Wenn wir als Christen unseren eigenen Weg gehen und uns nicht an Gottes Gebote halten, oder nicht nach Gottes Weg für uns fragen, ist das Sünde und Sünde betrübt den Heiligen Geist.

Jesaja 30,

1 Wehe den widerspenstigen Kindern, spricht der Herr, welche Pläne ausführen, die nicht von mir stammen, und Bündnisse abschließen ohne meinen Geist, und so Sünde auf Sünde häufen,

Gott hat einen vorbestimmten Weg für unser Leben. Um ihn zu erfüllen und Gottes Segen zu erfahren, müssen wir gehorsam sein, sodass der Heilige Geist uns führen kann.

Jesaja 48,

16 und nun hat mich Gott, der Herr, und sein Geist gesandt. 17 So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was dir nützlich ist, der dich leitet auf dem Weg, den du gehen sollst.

Als junger Mann hätte ich nie gedacht, dass der Heilige Geist mich als Anwalt für Menschenrechte in die USA und als Missionar nach Ruanda und zu einem anderen Dienst in Deutschland in ein Diakonissen-Mutterhaus führen würde. Aber meine Familie und ich haben uns Gottes Willen unterstellt. Hätten wir das nicht getan, würden wir wahrscheinlich noch immer in Südafrika wohnen. Der Heilige Geist leitet oder führt uns, weil wir uns entschlossen haben, dass wir das über alles wollen!

James Hudson Taylor, Vater der modernen Mission, Pionier-Missionar und Gründer der „China Inland Mission“, hat dies erkannt.

“Wenn wir uns dafür einsetzen würden, dem Befehl des Herrn genau zu gehorchen, dann würden wir eine Geistesausgießung erfahren, wie die Welt sie seit jenem Pfingsten in Jerusalem nicht mehr erlebt hat. Gott gibt seinen Heiligen Geist nicht denen, die sich danach sehnen, nicht denen die darum bitten, nicht denen, die erfüllt sein möchten – Er gibt seinen Heiligen Geist denen, die ihm gehorchen.

“ Es gibt nur eines was uns im Leben wichtig sein sollte, Gott.”

(James Hudson Taylor, Biographie, Seite 266 & 267)

Es geht Gott um unseren persönlichen Gehorsam in allem und nicht um unser Tun und Opfer.

Petrus sagt in

Apostelgeschichte 5,

32 Und wir sind seine Zeugen, was diese Tatsachen betrifft, und auch der Heilige Geist, welchen Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.

Dieser Bibelvers leitete zu einer Erneuerung/Erweckung in einer DGD-Schwesternschaft! (Siehe Geistesgaben Teil 6, wo davon berichtet wird.)

Gottes Wege sind meist nicht sehr populär. Nur wenige sind bereit, sich ganz auf Gottes Wege einzulassen. Aber nur Gottes Wege führen zum Leben! Jesus hat es so erklärt: Matthäus 7,

13 Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. 14 Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden.

Wer Gott und seinem Wort gegenüber in Rebellion lebt und seinen eigenen Weg geht und daher in Sünde ist, kann außer dem grundlegenden Wirken des Heiligen Geistes zur Bekehrung oder Umkehr, nicht Gottes Wirken in seinem Leben erwarten.

Wenn wir uns nach dem Wirken des Heiligen Geistes sehnen, sollte unser Gebet sein:

Psalmen 143,

10 Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich in ebenes Land!

Sünde betrübt den Heiligen Geist! Gott erwartet, dass wir nach der Heiligkeit streben!

1. Korinther 3,

16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid, und dass der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr.

Gott wird den verderben, der seinen Tempel verdirbt. Was immer wir tun, oder wohin wir gehen, wir nehmen Gottes Geist mit uns, denn du und ich sind der Tempel des Heiligen Geistes. Deswegen sagt die Heilige Schrift:

1. Korinther 6,

18 Flieht die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch [sonst] begeht, ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht verübt, sündigt an seinem eigenen Leib. 19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!

Epheser 4,

30 Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung! 31 Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan samt aller Bosheit. 32 Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christus.

Alle Sünde trennt uns von Gott! Sünde betrübt den Heiligen Geist! Sünde nimmt uns das Leben und verstopft uns so mit Unreinheiten, dass Gottes lebendige Wasserströme nicht mehr durch uns fließen! Wir müssen lernen, Sünde zu hassen! Wir müssen Sünde ernst nehmen und nicht mit ihr spielen! Gott hat unsere Sünde so ernst genommen, dass er Jesus einen furchtbaren Tod am Kreuz sterben ließ! Sünde, die wir nicht vor Gott in Demut bekennen, raubt uns den Segen Gottes und die Erfüllung der Pläne Gottes für unser Leben.

Der Argentinier Sergio Scataglini beschreibt es so:

Mach dich bereit zu sterben. Wie bei Gideon müssen erst die Götzen der Sünde fallen, sonst werden sie uns zum geistlichen Hindernis. Das Feuer bewirkt, dass wir die Sünde hassen.

98% Heiligung ist nicht genug.

Wir trinken keinen Kaffee mit nur 1% Gift!

Niemand kommt auf die Idee, Wasser zu kaufen, das zu 98% aus reinem Mineralwasser und 2% Abwasser besteht.

Wiedersetze dich nicht gegen deine Heiligkeit!

Meine Liebe für Gott und verlorene Menschen ist größer als meine Selbstgenügsamkeit. Herr nimm alles von mir, ich gebe dir 100%.

(Sergio Scataglini, Das Feuer seiner Heiligkeit, 2001, Aufbruch-Verlag, Seiten 7,19-26)

 

                      Der Heilige Geist bringt große Gottesfurcht, Zeichen und Wunder

 

Apostelgeschichte 5,

1 Ein Mann aber mit Namen Ananias verkaufte ein Grundstück zusammen mit seiner Frau Saphira, und schaffte etwas von dem Erlös für sich beiseite mit Wissen seiner Frau; und er brachte einen Teil davon und legte ihn den Aposteln zu Füßen.Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, sodass du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Gutes etwas für dich auf die Seite geschafft hast? Hättest du es nicht als dein Eigentum behalten können? Und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt? Warum hast du denn in deinem Herzen diese Tat beschlossen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott! Als aber Ananias diese Worte hörte, fiel er nieder und verschied. Und es kam große Furcht über alle, die dies hörten. Und die jungen Männer standen auf, hüllten ihn ein, trugen ihn hinaus und begruben ihn. Und es geschah, dass nach ungefähr drei Stunden auch seine Frau hereinkam, ohne zu wissen, was sich ereignet hatte. Da richtete Petrus das Wort an sie: Sage mir, habt ihr das Gut um so und so viel verkauft? Sie sprach: Ja, um so viel! Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr übereingekommen, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind vor der Tür, und sie werden auch dich hinaustragen! 10 Da fiel sie sogleich zu seinen Füßen nieder und verschied; und als die jungen Männer hereinkamen, fanden sie sie tot und trugen sie hinaus und begruben sie bei ihrem Mann. 11 Und es kam große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die dies hörten. 12 Durch die Hände der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volk; und sie waren alle einmütig beisammen in der Halle Salomos.13 Von den Übrigen aber wagte keiner sich ihnen anzuschließen; doch das Volk schätzte sie hoch; 14 und immer mehr wurden hinzugetan, die an den Herrn glaubten, eine Menge von Männern und Frauen, 15 sodass man die Kranken auf die Gassen hinaustrug und sie auf Betten und Bahren legte, damit, wenn Petrus käme, auch nur sein Schatten auf einen von ihnen fiele. 16 Es kamen aber auch viele aus den umliegenden Städten in Jerusalem zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte, die alle geheilt wurden.

Furcht und Schrecken in der frühen Gemeinde. Die einzige Sünde, für die es keine Vergebung gibt, ist Lästerung gegen den Heiligen Geist! Der Heilige Geist ist heilig und ist zu fürchten!

Lästere nicht gegen den Heiligen Geist! Wie ernst das ist, erklärt Jesus in:

Matthäus 12.

31 Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden.32 Und wer ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit noch in der zukünftigen.

Markus 3:

28 Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern; 29 wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einem ewigen Gericht verfallen.

Jesus hätte es nicht klarer sagen können! Die Schrift sagt: betrübt und dämpft nicht den Heiligen Geist. Verachtet Weissagung nicht! (Siehe das Kapitel „Jesus und der Heilige Geist“ - da wird das Thema der Sünde gegen den Heiligen Geist näher besprochen)

Jesaja 63,

Bei all ihrer Bedrängnis war er auch bedrängt, und der Engel seines Angesichts rettete sie; in seiner Liebe und seinem Erbarmen hat er sie erlöst; er nahm sie auf und trug sie alle Tage der Vorzeit. 10 Sie aber waren widerspenstig und betrübten seinen heiligen Geist; da wurde er ihnen zum Feind und kämpfte selbst gegen sie.

Ich möchte nicht den Heiligen Geist zum Feind haben, oder dass er gegen mich kämpft! Der Heilige Geist ist nicht nur ein schönes warmes geschmeidiges Gefühl. Er ist nicht unser kosmischer Bote oder Diener, den wir abservieren können, wie es uns gerade passt, oder den wir einfach ignorieren können. Er ist Heilig, Heilig, Heilig! Er ist Gott allmächtig!

Thessalonicher 5,

19 Den Geist dämpft nicht! 20 Die Weissagung verachtet nicht!

In unserem Text (Apostelgeschichte 5) geht es aber um eine ganz andere Sache. Was taten Ananias und Saphira? Sie verkauften ihr eigenes privates Grundstück, um den Erlös den Aposteln zu geben, vermutlich für die Gemeinde. Das war doch eine gute Sache. Was war die Sünde von Ananias und Saphira?

  1. und schaffte etwas von dem Erlös für sich beiseite mit Wissen seiner Frau; und er brachte einen Teil davon und legte ihn den Aposteln zu Füßen.

Sie taten aber als ob sie den ganzen Erlös den Aposteln zu Füßen gelegt hätten.

  1. Sie sündigten in ihrem Herzen.

Apostelgeschichte 5,

Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, sodass du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Gutes etwas für dich auf die Seite geschafft hast? Hättest du es nicht als dein Eigentum behalten können? Und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt? Warum hast du denn in deinem Herzen diese Tat beschlossen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott!

  1. Was war die Sünde gegen den Heiligen Geist?

Sie haben den Heiligen Geist belogen! Sie haben den Heiligen Geist versucht!

  1. Wenn ich als menschlicher Jurist oder Richter diese Geschichte lese, was für ein Urteil würde ich fällen? Was war das Delikt des Ananias und der Saphira?

Eventuell sind sie der Lüge schuldig gegen die Apostel, in dem sie Informationen verheimlicht haben!

  1. Warum ist Lüge gegen die Leiter der Gemeinde Lüge gegen den Heiligen Geist? Sie waren die Gesalbten des Herrn. Der Heilige Geist war am Wirken und nicht die Gemeindeleiter, daher war es Lüge gegen den Heiligen Geist.
  2. Was war die Konsequenz dieser Sünde für Ananias und Saphira? Physischer Tod! Viele Christen, die in ihren Sünden verharren, sterben nicht gleich physisch, sie sterben aber geistlich!

Dieser Text erklärt uns, wie ernst Gott Sünde nimmt. Ananias und Saphira erfuhren Ikabod. Sie verloren Gottes Segen auf dramatische Weise! Mit dem Heiligen Geist lässt sich nicht spielen.

Stell dir vor, du hast dich bei einem Gemeinde-Wachstums-Seminar angemeldet. Du lernst alles Mögliche darüber, wie Gemeindewachstum zu erreichen ist. Denkst du, dass du Folgendes lernen würdest?

Apostelgeschichte 5,

11 Und es kam große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die dies hörten.

Und trotz dieser Furcht, oder gerade wegen dieser Furcht, schreibt Lukas in Apostelgeschichte 5:

14 und immer mehr wurden hinzugetan, die an den Herrn glaubten, eine Menge von Männern und Frauen...

Wie denkst du, hat dieses Ereignis dazu getragen, dass die Gemeinde gewachsen ist?

  • Es hat den Menschen die Heiligkeit und Wirklichkeit Gottes vor Augen gemalt.

Man spricht nicht gerne über die Furcht des Herrn. Jesus aber macht es sehr klar:

Matthäus 10,

28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle!

Ist hier Respekt oder Furcht gemeint? Hier geht es um mehr als nur darum, Gott zu respektieren!

Was steht immer vor dem Wort Geist? Aus gutem Grund: Heilig!

Wo ist in der Bibel ähnliches passiert?

  1. 2. Samuel 6,

Und als sie zur Tenne Nachons kamen, griff Ussa nach der Lade Gottes und hielt sie fest; denn die Rinder waren ausgeglitten. Da entbrannte der Zorn des Herrn gegen Ussa; und Gott schlug ihn dort wegen des Vergehens; so starb er dort bei der Lade Gottes.

Passt dieses Ereignis in unser Gottesbild, in unsere Theologie, oder haben wir, wie David, ein Problem damit?

  1. 3. Mose 10,

1 Aber die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen jeder seine Räucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer dar vor den Herrn, das er ihnen nicht geboten hatte. 2 Da ging Feuer aus von dem Herrn und verzehrte sie, sodass sie starben vor dem Herrn. 3 Und Mose sprach zu Aaron: Das hat der Herr gemeint, als er sprach: »Ich will geheiligt werden durch die, welche zu mir nahen, und geehrt werden vor dem ganzen Volk!« Und Aaron schwieg still.

Passt diese Gottesbild in unsere Theologie?

  1. 4. Mose 11,

1 Und es geschah, dass das Volk sich sehr beklagte, und das war böse in den Ohren des Herrn; und als der Herr es hörte, da entbrannte sein Zorn, und das Feuer des Herrn brannte unter ihnen und fraß am Ende des Lagers.Da schrie das Volk zu Mose. Und Mose betete zu dem Herrn; da erlosch das Feuer.Und man nannte den Ort Tabeera, weil das Feuer des Herrn unter ihnen gebrannt hatte.

Verbrannt bei lebendigem Leib? Passt diese Gottesbild in unsere Theologie?

  1. 4. Mose 16,

19 Und Korah versammelte gegen sie die ganze Gemeinde vor dem Eingang der Stiftshütte. Da erschien die Herrlichkeit des Herrn vor der ganzen Gemeinde...

30 Wenn aber der Herr etwas Neues schaffen wird, sodass der Erdboden seinen Mund auftut und sie verschlingt mit allem, was sie haben, dass sie lebendig hinunterfahren ins Totenreich, so werdet ihr erkennen, dass diese Leute den Herrn gelästert haben! 31 Und es geschah, als er alle diese Worte ausgeredet hatte, da zerriss der Erdboden unter ihnen; 32 und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie samt ihren Familien und alle Menschen, die Korah anhingen, und all [ihre] Habe. 33 Und sie fuhren lebendig hinunter ins Totenreich mit allem, was sie hatten, und die Erde deckte sie zu. So wurden sie mitten aus der Gemeinde vertilgt. 34 Ganz Israel aber, das rings um sie her war, floh bei ihrem Geschrei; denn sie sprachen: Dass uns die Erde nicht auch verschlingt! 35 Und Feuer ging aus von dem Herrn und verzehrte die 250 Männer, die das Räucherwerk darbrachten.

  1. Jeremiah 21, die Worte des Herrn zu seinem geliebten Volk Israel und zu Jerusalem,

So spricht der Herr, der Gott Israels: Siehe, ich werde die Kriegswaffen in euren Händen, mit denen ihr außerhalb der Stadtmauern den König von Babel und die Chaldäer, die euch belagern, bekämpft, umwenden und mitten in dieser Stadt versammeln; und ich werde selbst gegen euch kämpfen mit ausgereckter Hand und mit starkem Arm, im Zorn und mit Grimm und mit großer Wut,und ich werde die Bewohner dieser Stadt schlagen, sowohl Menschen als auch Vieh; durch eine große Pest sollen sie umkommen!

             Passt diese Gottesbild in unsere Theologie?

Paulus erklärt es so in Hebräer 10,

28 Wenn jemand das Gesetz Moses verwirft, muss er ohne Erbarmen sterben auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin; 29 wie viel schlimmerer Strafe, meint ihr, wird derjenige schuldig erachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat 30 Denn wir kennen ja den, der sagt: »Die Rache ist mein; ich will vergelten!, spricht der Herr«, und weiter: »Der Herr wird sein Volk richten«. 31 Es ist schrecklich, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! *

Dieser Text steht im Neuen Testament!

* Anmerkung: Dazu fällt mir eine Begebenheit aus dem Dritten Reich ein: Pfarrer Wilhelm Busch berichtete von einem Vater, der einen Taufspruch für sein Kind nicht aus dem "haßerfüllten Alten Testament mit dem jüdischen Rachegott", sondern aus dem Neuen Testament mit dem Gott der Liebe haben wollte. Busch führte daraufhin diese Stelle an, im Kontrast zu einer alttestamentlichen Stelle, die von Gottes Güte spricht.

...den Geist der Gnade geschmäht hat!

Hier ist die Rede vom Heiligen Geist, er ist der Geist der Gnade. Schmähen bedeutet: beleidigen, beschimpfen, herabsetzen, herabwürdigen, in den Schmutz ziehen, mit Schmutz bewerfen, schlechtmachen, verächtlich machen, zum Lügner machen.

Solches Handeln löst sehr schnell Ikabod aus!

Gott warnt uns, das nicht zu tun!

Wir beten für Erweckung! Wir bitten Gott, dass Er sich in seiner Herrlichkeit zeigt. Aber sind wir dafür bereit, dass, wenn Gott in seiner Herrlichkeit kommt, er auch sein Urteil über Sünde bringt?

Paul Washer in seinem Buch, ‚A shocking Message‘, schreibt,

„Du sagst: „Halt, warte mal: Gott hasst niemanden! Gott ist Liebe!“ Nein, mein Freund. Du musst etwas verstehen. Jesus Christus lehrte es, die Propheten lehrten es, und die Apostel lehrten es: Außerhalb der in Jesus Christus, unserem Herrn, geoffenbarte Gnade Gottes bleibt für dich nichts als nur der Zorn, der grimmige Zorn Gottes, wegen deiner Rebellion und deiner Sünde.“

„.... „Gott muss hassen, weil er Liebe ist.“ Wisst ihr, ich liebe Kinder, und deswegen hasse ich Abtreibung. Wenn ich das liebe, was heilig ist, dann muss ich das hassen, was unheilig ist. Gott ist ein heiliger Gott.“ (Paul Washer, A shocking Message, Christliche Literatur-Verbreitung, Bielefeld, Seite 10-11)

Hesekiel 9,

1 Und er rief mir mit lauter Stimme in die Ohren und sprach: Kommt herbei, ihr Aufseher über die Stadt! Jeder nehme seine Zerstörungswaffe in die Hand! 2 Und siehe, da kamen sechs Männer auf dem Weg vom oberen Tor her, das nach Norden schaut, und jeder hatte seine Waffe zum Zerschlagen in der Hand; in ihrer Mitte aber war ein Mann, der trug ein leinenes Gewand und hatte ein Schreibzeug an seiner Hüfte; diese gingen hinein und stellten sich neben den ehernen Altar. 3 Da erhob sich die Herrlichkeit des Gottes Israels von dem Cherub, über dem sie gewesen war, hin zur Schwelle des Hauses; und er rief dem Mann zu, der das leinene Gewand trug und das Schreibzeug an der Hüfte hatte. 4 Und der Herr sprach zu ihm: Geh mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem und mache ein Zeichen auf die Stirn der Leute, die seufzen und jammern über all die Gräuel, die in ihrer Mitte verübt werden! 5 Zu den anderen aber sprach er vor meinen Ohren: Geht hinter ihm her durch die Stadt und erwürgt; euer Auge soll nicht verschonen, und ihr dürft euch nicht erbarmen. 6 Tötet, vernichtet Greise, junge Männer und Jungfrauen, Kinder und Frauen! Von denen aber, die das Zeichen tragen, rührt niemand an! Und bei meinem Heiligtum sollt ihr anfangen! Da fingen sie bei den Ältesten an, die vor dem Tempel waren. 7 Und er sprach zu ihnen: Verunreinigt das Haus und füllt die Vorhöfe mit Erschlagenen! Geht hinaus! Da gingen sie hinaus und erwürgten in der Stadt. 8 Und es geschah, als sie so würgten und [nur] ich noch übrig war, da fiel ich auf mein Angesicht, schrie und sprach: Ach, Herr, Herr, willst du in deinem Zorn, den du über Jerusalem ausgießt, den ganzen Überrest von Israel umbringen? 9 Da antwortete er mir: Die Sünde des Hauses Israel und Juda ist überaus groß! Das Land ist voll Blut und die Stadt voll Unrecht; denn sie sagen: »Der Herr hat das Land verlassen!« und »Der Herr sieht es nicht!« 10 So soll auch mein Auge sie nicht verschonen, und ich will mich nicht erbarmen, sondern ihren Wandel will ich auf ihren Kopf bringen! 11 Und siehe, der Mann, der das leinene Gewand trug und das Schreibzeug an seiner Hüfte hatte, brachte eine Meldung und sprach: Ich habe getan, wie du mir befohlen hast!

Wollen wir das Wirken des Heiligen Geistes und die Herrlichkeit Gottes, wenn sie so etwas bewirken kann? Wenn Menschen wie Ananias uns Saphira heutzutage im Gottesdienst tot umfallen könnten. Was wäre, wenn Ananias und Saphira nun Sven und Gisela oder Peter und Bärbel oder Wolfgang und Regina hießen?

Wie sähe es aus, wenn es so geschehen würde, wie es in Hesekiel steht?

Was war die Sünde in Hesekiel?

Das Land ist voll Blut und die Stadt voll Unrecht; denn sie sagen: »Der Herr hat das Land verlassen!« und »Der Herr sieht es nicht!«

Nicht nur unsere Städte sind voll Unreinheit, leider sieht es in unseren christlichen Gemeinden ähnlich aus. Man hat die Furcht vor Gottes Urteil und Gericht verloren. Kein Wunder, dass wir Ikabod haben, auch wenn wir uns alles schönreden!

Hesekiel 9,

Von denen aber, die das Zeichen tragen, rührt niemand an!

Wer trug denn das Zeichen?

4 Und der Herr sprach zu ihm: Geh mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem und mache ein Zeichen auf die Stirn der Leute, die seufzen und jammern über all die Gräuel, die in ihrer Mitte verübt werden!

Ist es uns egal, wenn wir Ungerechtigkeit sehen, wenn wir Sünde in unserer Mitte sehen, oder seufzen und jammern wir vor Gott wegen des Gräuels, das in unserer Mitte verübt wird?

Wo sollte Gottes Gericht über Sünde anfangen?

6 Und bei meinem Heiligtum sollt ihr anfangen! Da fingen sie bei den Ältesten an, die vor dem Tempel waren.

Das Urteil Gottes fängt zuerst in seinem Haus an.

Du protestierst: Das ist Altes Testament! Du behauptest: Gott ist im Neuen Testament anders! Wie war Gott anders mit Ananias und Saphira? Wie ist es anders gemeint in Hebräer 10, 28-31 oder wie ist es anders mit der Warnung Jesu in Matthäus 10,28.

  1. Lasst uns unsere Sünde bekennen, Buße tun und Gott um Erbarmen bitten.
  2. Lasst uns für unsere Mitmenschen beten, dass sie ihre Sünde bekennen, Buße tun und Gott um Erbarmen bitten.
  3. Lasst uns dem Heiligen Geist seinen rechtmäßigen Platz geben.
  4. Lasst uns den Heiligen Geist in unseren Versammlungen und Wohnungen willkommen heißen in aller Ehrfurcht und Gehorsam.
  5. Lasst uns alles prüfen, ob es mit der Bibel übereinstimmt; aber lasst uns besonnen sein und nicht zu schnell verurteilen, was wir nicht verstehen.

Lasst uns dies alles tun mit dem großen Bußpsalm:

Psalm 51,

Dem Vorsänger. Ein Psalm Davids. Als der Prophet Nathan zu ihm kam, weil er zu Bathseba eingegangen war: O Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte; tilge meine Übertretungen nach deiner großen Barmherzigkeit! Wasche mich völlig [rein] von meiner Schuld
und reinige mich von meiner Sünde;
denn ich erkenne meine Übertretungen, und meine Sünde ist allezeit vor mir. An dir allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen, damit du recht behältst, wenn du redest, und rein dastehst, wenn du richtest. Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. Siehe, du verlangst nach Wahrheit im Innersten: so lass mich im Verborgenen Weisheit erkennen! Entsündige mich mit Ysop, so werde ich rein; wasche mich, so werde ich weißer als Schnee! 10 Lass mich Freude und Wonne hören, damit die Gebeine frohlocken, die du zerschlagen hast. 11 Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden und tilge alle meine Missetaten! 12 Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz, und gib mir von Neuem einen festen Geist in meinem Innern! 13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. 14 Gib mir wieder die Freude an deinem Heil, und stärke mich mit einem willigen Geist! 15 Ich will die Abtrünnigen deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren. 16 Errette mich von Blutschuld, o Gott, du Gott meines Heils, so wird meine Zunge deine Gerechtigkeit jubelnd rühmen. 17 Herr, tue meine Lippen auf, damit mein Mund dein Lob verkündige! 18 Denn an Schlachtopfern hast du kein Wohlgefallen,
sonst wollte ich sie dir geben; Brandopfer gefallen dir nicht. 19 Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz Wirst du, o Gott, nicht verachten. 20 Tue wohl an Zion nach deiner Gnade,
baue die Mauern Jerusalems! 21 Dann wirst du Gefallen haben an Opfern der Gerechtigkeit, an Brandopfern und Ganzopfern; dann wird man Stiere darbringen auf deinem Altar!

 

Teil 3

Ikabod

- das Öl ist ausgegangen

 

Wie eine mangelnde Beziehung zu Jesus aussehen kann und welche Folgen sie haben, sehen wir in dem Gleichnis „Die Jungfrauen und das fehlende Öl“. In diesem Gleichnis sind die Jungfrauen Christen, die auf die Wiederkunft Christi warten. Der Bräutigam ist Christus Jesus.

Es gibt wenige Dinge, die so negativ sind wie eine tote Religion. Man kann noch so fromm sein, aber wenn die Kraft des Heiligen Geistes fehlt, wenn das lebendige Wasser nicht mehr fließt, wenn das Öl fehlt, ist alles vergebens! Ohne Heiligen Geist gibt es weder Beziehung noch Kraft, um Frucht in unserem Leben gedeihen zu lassen. Wenn der Heilige Geist gedämpft, oder sein Wirken in unserer Beziehung mit Jesus gelöscht ist, kann er seine Frucht nicht in uns gedeihen lassen und es gibt

keine Liebe,

keine Freude,

keinen Frieden,

keine Langmut,

keine Freundlichkeit,

keine Güte,

keine Treue,

keine Sanftmut,

keine Selbstbeherrschung.

 

Es gibt dann nur noch: Ikabod!

Sein Name heißt Ikabod - die Herrlichkeit ist gewichen, das Öl ist ausgegangen. Von dieser traurigen Situation erzählt uns Jesus in

Matthäus 25,

1 Dann wird das Reich der Himmel zehn Jungfrauen gleichen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. 2 Fünf von ihnen aber waren klug und fünf töricht. 3 Die törichten nahmen zwar ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit sich. 4 Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mitsamt ihren Lampen. 5 Als nun der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. 6 Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht aus, ihm entgegen! 7 Da erwachten alle jene Jungfrauen und machten ihre Lampen bereit. 8 Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen! 9 Aber die klugen antworteten und sprachen: Nein, es würde nicht reichen für uns und für euch. Geht doch vielmehr hin zu den Händlern und kauft für euch selbst! 10 Während sie aber hingingen, um zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Tür wurde verschlossen. 11 Danach kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, tue uns auf! 12 Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht! 13 Darum wacht! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird.

Jesus sagt uns in

Lukas 12,

35 Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennend; 36 und seid Menschen gleich, die ihren Herrn erwarten, wenn er von der Hochzeit aufbrechen wird, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun.

Merkmale der törichten Jungfrauen:

  • Sie waren Jungfrauen. Sie hielten sich rein für den Herrn.
  • Sie hatten Lampen, die Licht gaben und Öl hatten.
  • Sie warteten auf den Bräutigam.
  • Äußerlich waren sie ein Bild von perfekten Christen.
  • In Erwartung auf die Wiederkunft Jesu, hielten sie sich rein, rein von der Sünde, rein von der Welt usw.
  • Sie erkannten das Kommen des Bräutigams und wussten, dass sie Öl in ihren Lampen brauchten, und baten verzweifelt um Hilfe. Sie hatten die Erkenntnis, dass Jesus, der lang erwartete Bräutigam, erschienen war!
  • Sie warteten auf das Kommen des Herrn, wollten beim Herrn sein und wussten, wo sie klopfen müssen, aber es war vergeblich und Gott blieb hart.
  • Sie waren fromm, aber das Öl, die Kraft fehlte. Sie waren nicht mehr in Jesus und Jesus in ihnen, alles geschah in eigenem Machen. Aber ihr eigenes Tun konnte das Öl des Heiligen Geistes nicht nicht ersetzen, sodass ihr Lampen hell brennen konnten. Sie hätten ihre Lampen bis zum Hochglanz putzen können – alles für Gott -, aber das Feuer, das Licht brannte nicht, weil es an Öl fehlte. Denn zum einen muss Brennstoff/Öl in der Lampe vorhanden sein und zum anderen kann Brennstoff nur fließen, wenn es eine entsprechende Verbindung gibt; Kraft kann nur fließen, wenn es eine lebendige Beziehung zu Jesus gibt!

2. Timotheus 3,5 (Hoffnung für alle)

Nach außen tun sie zwar fromm, aber von der Kraft des wirklichen Glaubens wissen sie nichts. Hüte dich vor solchen Menschen!

  • Matthäus 25,

8 Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen! 9 Aber die klugen antworteten und sprachen: Nein, es würde nicht reichen für uns und für euch.

  • Warum hat der Herr für sie nicht aufgetan? Wo war die Liebe und Gnade des Herrn? Jesus kannte sie nicht. Siehe unten.

Merkmale der klugen Jungfrauen:

  • Die klugen und törichten Jungfrauen waren in fast allem gleich. Der Unterschied war: Die Klugen hatten genügend Öl, sodass ihre Lichter brennen konnten.
  • Öl in der Bibel spricht vom Heiligen Geist. Es ist das Öl des Heiligen Geistes, das das Feuer in unseren Herzen für Jesus brennen lässt! Es ist das Öl des Heiligen Geistes, das unser Licht als Christ hell brennen lässt!
  • Sie waren mit der Rebe Jesu verbunden, so dass ihr Öl nicht ausging. Sie konnten Frucht tragen!
  • Die Klugen und die Törichten schliefen ein, weil sich das Kommen des Herrn verzögerte. Trotzdem waren die Klugen vorbereitet. Ihre Lichter brannten!
  • War es Gnade oder gute Vorbereitung, dass sie zur Hochzeit gehen konnten? Warum hatten fünf genügend Öl, um ihre Lampen brennen zu lassen und fünf nicht? Diese Fragen sollen uns zum Denken und Handeln bewegen!
  • War es Gnade oder Gehorsam der Noah und seine Familie von der Flut errettete? Es war beides. Warum schloss Gott die Tür der Arche und lies die Menschen draußen auf fürchterlicher Weise ertrinken? Das ist Gottes Verantwortung. Er warnt Menschen immer wieder, aber irgendwann ist der Punkt erreicht wo der Heilige Geist sich entzieht und Menschen den Konsequenzen ihrer Sünde überlässt.

Warum schloss der Bräutigam die Tür?  Wenn wir es wären, was hätten wir getan? Diese Fragen sollen uns zum Denken und Handeln bewegen!

Die Bibel spricht in verschiedenen Bildern vom Heiligen Geist. Wir haben gerade von Öl als Sinnbild für den Heiligen Geist gesprochen.

Ein anderes Beispiel für das Wirken des Heiligen Geistes zeigt Jesus in Johannes 15 anhand der Verbindung zwischen Weinstock und Rebe auf.

Johannes 15, 1-6.

Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; jede aber, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir, und ich [bleibe] in euch! Gleichwie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt; und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie brennen.

Jesus ist der wahre Weinstock, Gott-Vater ist der Gärtner, der Kraft gebende Saft im Weinstock ist der Heilige Geist, wir sind die Reben. Wenn wir mit Jesus verbunden sind, werden wir mit dem Saft des Heiligen Geistes genährt.

Durch unsere Verbundenheit mit Jesus haben wir das vollendete Werk des Kreuzes für uns kostenlos erhalten.

Wenn wir uns für die Kraft des Heiligen Geistes öffnen und ihm erlauben uns zu durchtränken mit seiner Kraft, dann werden wir auch Frucht bringen.

Meine Frau und ich leben an der Deutschen Weinstraße, dem größten Riesling-Anbaugebiet der Welt. Mir hat ein Winzer erklärt, dass ein guter Winzer, egal wie viele Weinstöcke er besitzt, sich um jede einzelne Rebe kümmert. Er beschneidet sie zur rechten Zeit, entfernt auch alles was nicht gesund ist.

Er kann es nicht zulassen, dass verdorrte wilde und kranke Reben die keine Frucht tragen, bleiben wo sie sind und die Ernte verderben. Diese werden vom Weingärtner entfernt und oftmals verbrannt.

Durch den Beschnitt konzentriert sich der Saft auf wenige Triebe und bringt so größere Früchte.

Er bindet die Reben an. Durch die Führung beim Anbinden kann man für einen besseren Saftfluss sorgen und auch eine gute Durchlüftung des Blattwerkes gewährleisten, was Krankheiten vorbeugt.

Er pflegt die Reben mit viel Aufwand und Kosten, auch wenn sie im Winter weder Blätter, Blüten oder Frucht tragen. Er sieht den süßen Saft und den Wein bereits in den kahlen und trockenen Reben.

Bei allem hat der Winzer ein Ziel, jede Rebe soll in Qualität und in Menge so viel wie möglich Frucht tragen.

Er tut all dies, weil er Hoffnung auf eine gute Ernte hat.

So tut es unser Weingärtner, Jesus, auch.

Im Positiven sagt Jesus, wenn wir in ihm und in seinem Wort bleiben, bleibt er auch in uns und wir sind rein. Das entspricht der Verbindung zwischen Weinstock und Reben. Dann kann der Saft vom Weinstock (Jesus) in die Reben (uns) fließen und Frucht bringen – d.h. die Kraft des Heiligen Geistes kann in uns wirken und Frucht bringen.

Johannes 15... wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht;

Im Negativen sagt Jesus in Johannes 15, 4-6

Gleichwie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. 5…denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt; und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie brennen.

Glauben wir wirklich was Jesus in Vers 5 sagt: …denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Wir Deutschen sagen gerne: Gott hilft denen, die sich selbst helfen. Oder: ich bin selbst der Gestalter/Herr meiner Zukunft, ich bestimme mein Leben. Ich muss Gott nicht nach seinem Willen und seinem Plan für mein Leben fragen. Vielleicht glaube ich ja auch an Gott und Jesus, aber ich bestimme und meistere mein eigenes Leben. Jesu Antwort auf so eine Einstellung ist kurz und kräftig. 5denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Getrennt von Jesus und dem Heiligen Geist gibt es ungenügend Öl in unseren Lampen! Dann haben wir Ikabod.

Jesus sagt in Johannes 15, 4-5

Bleibt in mir, und ich bleibe in euch! ...Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.

Dieses Bleiben spricht von einer täglichen und lebendigen Beziehung. Er in uns und wir in ihm. Eine Beziehung mit Jesus und seinem Wort im Mittelpunkt, in der wir nicht das Wirken des Heiligen Geistes trüben, dämpfen oder sogar löschen.

Wenn wir uns entscheiden nicht in ihm zu bleiben und ohne ihn zu handeln, spricht Jesus, folgendes Urteil aus, Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt; und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie brennen.

Das sind heftige Worte!

Es ist möglich große und kleine Werke für Gott zu tun und keine lebendige Beziehung mit ihm zu haben, ihn und seine Kraft und die Liebe Gottes nicht zu kennen. Paulus erklärt, dass so etwas möglich ist in

1. Korinther 13,

Und wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts!

Es ist möglich, sich an die äußeren Formen, Traditionen und Gebräuche des Christentums zu halten, wie ich oben schon erläutert habe, aber nicht mit Jesus eng verbunden zu sein.

Und erneut verweise ich auf diese Bibelstelle:

2. Timotheus 3,

dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab!

2. Timotheus 3,

Nach außen tun sie zwar fromm, aber von der Kraft des wirklichen Glaubens wissen sie nichts. Hüte dich vor solchen Menschen! (Hoffnung für alle)

Es ist der Heilige Geist, der es uns ermöglicht, dass wir Frucht bringen können, nicht unsere Menschliche Fähigkeiten.

Galater 5,

22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.

Im Sendschreiben an die Christen in Laodizea heißt es:

Offenbarung 3,

15 Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärst! 16 So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. 17 Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts! — und du erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt. 18 Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst! 19 Alle, die ich lieb habe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! 20 Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir.

Wenn Jesus dich liebt, wird er dich züchtigen und durch seinen Geist überführen!

Kennt Jesus deine Werke, oder kennt er dich persönlich?

Hast du eine lebendige Beziehung zu Jesus, oder geht es um Werke, tote Traditionen und Regeln? Kennst und erlebst du den lebendigen Jesus und die Kraft des Heiligen Geistes, oder kennst du nur die christliche Religion?

Jesus kannte die guten Werke der Christen in Laodizea, aber es interessierte ihn nicht, was sie alles für ihn taten. Es störte ihn, dass sie lau waren! Das spricht davon, dass die Beziehung fehlte, dass das Feuer des Heiligen Geistes nicht mehr in ihren Herzen brannte, dass ihre Lichter ausgegangen waren! Sie hatten nur noch gute Werke vorzuzeigen! Ikabod!

In diesem Sendeschreiben Jesu, an die Christen in Laodizea, spricht Jesus folgendes Urteil aus,

So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund.

Passt das in das Bild des gnädigen und liebenden Jesus das wir haben? Jesus sagt auch in diesem Schreiben,

Alle, die ich lieb habe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße!

Was war die Sünde der Christen in Laodizea? Sie hatten Werke, aber sie waren lau.

  • Was bedeutet es denn lau zu sein?

Es bedeutet die Begeisterung für den Glauben verloren zu haben!

  • Was bedeutet es denn lau zu sein?

Es ist einem egal was passiert, wir haben die Freude an und in Jesus verloren.

  • Was bedeutet es denn lau zu sein?

Jesus und sein Königreich nehmen nicht mehr den ersten Platz in uns ein.

  • Was bedeutet es denn lau zu sein?

Gleichgültigkeit und tote Werke herrschen in unseren Herzen.

Wenn das passiert, wissen wir, dass wir erweckt werden müssen, dass wir Erquickung brauchen, die nur der Heilige Geist schenken kann, und dass wir Buße tun müssen!

  • Jesus sagt: Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an

Mit wem spricht Jesus? Bei welchem Herzen klopft er denn an?

Bei den Herzen der Christen in Laodizea und bei meinem und deinem Herzen.

Er klopft an meiner und deiner Herzenstür an. Dieser Text ist an Christen geschrieben worden.

Er will Erquickung und Erweckung schenken, er will die Lauheit entfernen.

Bist du bereit Jesus herein zu lassen und dem Heiligen Geist die Chance zu geben, dein Herz zu erwecken?

Matt. 7,

21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? 23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!

Jesus sagt, er hat sie nicht gekannt. Das ist der Kern! Er kannte ihre Werke, aber ihr Herz war hart und tot! Sie taten große Taten in seinem Namen, aber er kannte sie nicht! Es ist möglich Großes für Gott zu tun, fromm zu sein, die Traditionen einzuhalten usw., aber das Wesentliche fehlt! Es gab keine Beziehung! Das Öl des Heiligen Geistes fehlt. Ikabod - die Herrlichkeit ist gewichen. Wenn wir nicht in enger Beziehung zu Jesus leben, hat alles keinen Wert!

Paul Washer schreibt über diesen Text:

„Er sagte: „Herr, Herr!“. Er sagte nicht, „Herr!“

Was bedeutet das? Es bedeutet, dass dieser Mensch, der dieses Bekenntnis ablegt, nicht einfach jemand ist, dem plötzlich der Gedanke gekommen ist: Es naht das Gericht, und sicherheitshalber bekenne ich ihn eben einmal als Herrn. Nein, das ist vielmehr ein Mensch, der ausdrücklich und nachdrücklich anderen Leuten verkündet, dass Jesus Christus der Herr ist. Er läuft herum und verkündet: „Herr!“ Er tanzt da vorne, während die Musiker spielen und ruft: „Herr!“ Er singt die Lieder: „Herr!“ Aber Jesus spricht zu ihm: weiche von mir. Ich habe dich niemals gekannt.“ ( Paul Washer, A shocking Message, Christliche Literatur-Verbreitung, Bieleveld, Seite 24)

Lass es mich einmal so sagen:

Vielleicht hast du alles, was es über die deutsche Kanzlerin gibt, gelesen oder auf YouTube gehört und gesehen. Vielleicht hast du schon viel Arbeit für die CDU geleistet. Mit viel Zuversicht reist du nach Berlin zum Kanzleramt. Du möchtest einen Termin bei der Kanzlerin haben, erhältst aber keinen - weil die Kanzlerin dich nicht kennt. Würde sie dich kennen, würde sie dir die Tür öffnen. Kennt Jesus dich? Gibt es eine wahre Beziehung?

Der Heilige Geist ist die Antwort! Er wird uns zu Jesus führen und uns Jesus bekannt machen! Lasst uns ihn nicht betrüben, lasst ihn seine Arbeit tun. Lasst uns lernen seine Stimme zu hören und ihm gehorsam zu sein! Lass dich auf die Gemeinschaft des Heiligen Geistes ein! Lass dich ein auf ein Leben, das vom Heiligen Geist geleitet wird!

Der Herr spricht in Hesekiel 11 von dem Wunder, dass der Heilige Geist in unserem Innersten wohnen wird,

19 ja, ich will einen neuen Geist in euer Innerstes legen; und ich will das steinerne Herz aus ihrem Leib nehmen und ihnen ein fleischernes Herz geben,

Das war die Jahreslosung 2017. Ist sie für dich Wirklichkeit geworden?

Willst du das Urteil Gottes in deinem Leben vermeiden? Hast du Ikabod erkannt? Denke daran, dass heute der Tag der Umkehr und der Buße ist!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Previous Article Der Heilige Geist von Schöpfung bis Pfingsten
Next Article Die Geistesgaben
Print
973 Rate this article:
3.0

Please login or register to post comments.

x
Copyright 2020 by PGMKR Terms Of Use Privacy Statement
Back To Top